DIE AUSBILDUNG


Was ist ein Therapiebegleithund

Im Gegensatz zum Assistenzhund, der stets bei einem Menschen mit Behinderung lebt und diesen in seinem Alltag unterstützt (Link zu Informationen über Assistenzhunde), begleitet der Therapiebegleithund seinen Halter/seine Halterin bei Tiergestützten Interventionen im Rahmen von pädagogischen, psychologischen und sozialintegrativen Angeboten für Menschen aller Altersgruppen mit kognitiven, sozial-emotionalen und motorischen Einschränkungen, Verhaltensstörungen und Förderschwerpunkten, wie auch bei gesundheitsfördernden, präventiven und rehabilitativen Maßnahmen. Die Definition des Therapiebegleithundes gemäß § 39a BBG lautet wie folgt: „Der Therapiehund ist ein mit seinem Halter und seiner Halterin für die therapeutische Arbeit ausgebildeter und geprüfter Hund, der durch gezielten Einsatz positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Menschen mit Behinderung erzielen soll. Der Hund hilft durch seine Anwesenheit und ist Teil des therapeutischen Konzepts.“


Prüfungsordnung für die Beurteilung von Therapiebegleithundeteams durch das Messerli Forschungsinstitut, Veterinärmedizinische Universität Wien (Link zur Prüfungsordnung für Therapiebegleithunde) nachzulesen. Diese Beurteilung muss zur Aufrechterhaltung der Anerkennung jährlich wiederholt werden. Die Anmeldung zu dieser Beurteilung und deren Organisation erfolgt in der Regel durch den Ausbildungsverein bzw. die Ausbildungsstätte, in welchem bzw. welcher die Ausbildung des Therapiebegleithundes absolviert wurde.

Es ist ein umweltneutrales, von allgemeinen Umwelteinflüssen nicht beinflussbares Verhalten des Hundes gefordert. Therapiebegleithunde sollen ein gutmütiges, freundliches Wesen haben und kontaktfreudig sein. Erforderlich ist ein hohes Ausmaß an Stressbelastbarkeit und Toleranz gegenüber anderen Menschen und Lebewesen. Seite 4 von 7 sozialministerium.at Auf folgende Gesichtspunkte ist dabei im Rahmen einer Wesensbeurteilung besonders Bedacht zu nehmen: ▪ Sozialverhalten ▪ Ängstlichkeit, Reizschwelle ▪ Jagdtrieb, Aggressionsverhalten ▪ Selbstsicherheit, Unbefangenheit ▪ Konzentrationsfähigkeit, Ablenkbarkeit ▪ Geräuschempfindlichkeit 2.3 Gehorsam Der Gehorsam spielt eine tragende Rolle. Der Hund muss immer unter der Kontrolle des/der Halters/in sein. Der Therapiebegleithund muss bei den Einsätzen jederzeit abrufbar sein. Dabei sind insbesondere zu beurteilen: ▪ Leinenführigkeit ▪ Absetzen, Abliegen ▪ Abrufen, Freifolge