DOGS

Die Fotosession

Gassi gehen und Fotoapparat mit dabei ! Aber wann passt das Wetter für ein Fotoshooting ? Mit den Hunden raus gehen wir sowieso mehrmals täglich, doch fotografieren ist am Besten wenn die Sonne scheint. Denn es braucht Licht für die kurzen Belichtungszeiten. Ideal ist der spätere Nachmittag, wenn die Sonne schon etwas tiefer steht. Das harte Mittagslicht im Sommer meide ich. Da sind die Schatten knallhart und die Kontraste ebenfalls. Die besten Geschichten und Fotos von unseren Hunden findest du auf "Christines Tagebuch". Schau mal rein !!
 

BIRDS

Was brauchts für die Vogelfotografie? Für den Anfang nicht viel. Kommt man den Tieren sehr nah wie z.Bsp.: im Tiergarten Schönbrunn, reicht auch eine ganz einfache Kompaktkamera. Will man mehr und von weiter weg, lohnt sich die Anschaffung einer Spiegelreflexkamera und eines Teleobjektivs. Und wohin? Also ich würde allen Einsteigern als erste Anlaufstelle zuerst mal den Tiergarten Schönbrunn empfehlen. Schönbrunn ist immer einen Besuch wert.

Tiergarten Schönbrunn ::: Bilder 1-4
Die Tiere im Tiergarten Schönbrunn präsentieren sich meist majestätisch und in stoischer Ruhe. Pelikane, Kormorane und Pinguine sind auch immer gut drauf und es macht Spaß ihnen zuzusehen. Hier kann auch ein unerfahrener Fotograf ganz tolle Bilder machen, wenn es denn sein muss auch im Automatikmodus der Kamera. Ein guter Bildschnitt und die Freude über die gemachten Bilder ist garantiert.
Spaziergänge in den Parks ::: Bilder 5-9
Bald aber will man mehr. Um Tiere aus größerer Entfernung zu fotografieren braucht es zumindest ein mittleres Teleobjektiv, idealerweise so um die 70-200mm Brennweite. Damit kann man aus entsprechender Entfernung die Tiere wunderbar beobachten und fotografieren. Zum Beispiel eine Meise beim Anflug zu einem Futterhäuschen, auch mal einen Turmfalken im Abendlicht oder im Winter die Möven am nahegelegenen Teich. Und hier kommt nicht nur ein Teleobjektiv zum Einsatz sondern auch der Automatikmodus will verlassen werden.
 
 
Vorgehensweise Bild 5, Meise im Anflug auf das Futterhäuschen.
Rasch wird man feststellen, dass nicht nur eine entsprechende Verschlusszeit, so 1/1000 und kürzer, zur Vermeidung von Bewegungsunschärfe eingestellt werden muss, sondern, dass man bei so flinken und kleinen fliegenden Exemplaren wie einer Meise aus großer Distanz auch Probleme beim Fokussieren hat. Die Abhilfe liegt in diesem Beispiel hier auf der Hand. Manueller Fokus auf das Futterhäuschen, mit Geduld und ein bisschen Glück kommt die Meise genau in die richtige Distanz für den perfekten Schuß. Ein Stativ und Fernauslöser sind genau hier ebenfalls gute Helfer, da bleibt die Fokussierung stabil und man kann auch die Meisen beobachten und im genau richtigen Moment den Auslöser betätigen. Also Zeitvorwahl eingestellt, Blende und ISO der Kamera überlassen, manueller Fokus gewählt, Stativ und Fernauslöser und los gehts.
 
Vorgehensweise zu Bild 6, Turmfalke im Abendlicht.
So wie bei bewegten Bildern wird auch hier der Automatikmodus verlassen. In der Abenddämmerung haben wir wenig Licht. Um mehr Licht auf den Sensor zu bekommen benötigen wir eine offene Blende. Also Blendenvorwahl auf die größtmöglichste Blende (kleinster Wert auf dem Rädchen) eingestellt und den Rest ebenfalls der Kamera überlassen. Aber aufgepasst, auch wenn das Motiv sich nicht bewegt, auf die Verschlusszeit der Kamera achten wegen der Verwacklungsgefahr. Um ganz sicher zu gehen empfiehlt sich auch hier der Einsatz von Stativ und Fernauslöser.

ISO ?
Was ist aber mit der dritten Komponente der Belichtung, der ISO ? Klar ist, je höher der ISO Wert der Aufnahme um so mehr Rauschen wird das Foto haben. Aus meiner Sicht zum Stand der heutigen Kameratechnik ist das in den meisten Fällen vernachläßigbar, denn heutige Kameras schaffen auch mühelos hohe ISO-Werte. Notfalls gibt es auch Bildbearbeitungsprogramme, die recht zuverlässig dieses lästige Rauschen entfernen. Und, lieber ein etwas verrauschtes Bild als gar keines =)
Vorgehenweise Bilder 7-9, Möven im Teich.
Analog zum Bild 6, ist es auch hier so, dass man die "Komfortzone", sprich den Automatikmodus verlassen muss. Die Möven sind so schnell, dass man hierbei schon etwas Übung braucht um sie in Bewegung zu fotografieren. Die Verschlusszeit habe ich so kurz als möglich eingestellt, die vorliegenden Bilder wurden mit Verschlusszeit 1/3200 fotografiert. die Blende war auf 4, also komplett geöffnet und der ISO Wert bewegte sich, dank Sonnenschein, so zwischen 400-800 ISO. Natürlich auch mit dem Tele 70-200 und alles aus der Hand um den Bewegungen folgen zu können. Zum Fokussieren stellte ich meine Kamera von "One Shot" auf "Servo" also Verfolgungsmodus mit mehreren mittleren Fokuspunkten. Das funktioniert und immer wieder bin ich überrascht wie gut. Jedenfalls sind die Resultate im Verfolgungsmodus gegenüber dem "One Shot" in dieser Situation wesentlich besser.

Greifvogel-Flugshow fotografieren
Nur wenige Kilometer von der Stadt entfernt liegt die Burg Kreuzenstein. Es lohnt sich die Greifvogel Flugshow mal zu besuchen. Analog gilt auch hier, wie oben beschrieben, Teleobjektiv und kürzeste Verschlusszeiten. Bei den Bildern 10-12 habe ich 1/2000 verwendet, daher sieht man keine Bewegungsunschärfe in den Bildern.
Beim Bild Nr. 13 wollte ich etwas Dynamik rein bringen und habe eine Verschlusszeit von nur 1/400 verwendet. Man sieht in dem Bild auch die Bewegungsunschärfe wie der Falke sich seine Beute krallt.
Fotografieren rund um den Neusiedlersee
Für die Tiere sowie für Vogelkundler und Naturfotografen ein Paradies. Auch wenn man die Großtrappen bei Andau meist aufgrund der Entfernung nicht wirklich gut ins Bild bringt, lohnt es sich den anderen Vögeln zuzusehen und sie zu fotografieren.
Erklärung zu Bild 14 und 15.
Ein Schauspiel sondergleichen bieten die Bienenfresser bei Weiden. Am besten zu fotografieren am Nachmittag wo sich die Sonne sanft an die Weinberge schmiegt. Hier gilt alles was oben beschrieben wurde. Sowie auch bei Bild Nr 15, denn mit etwas Glück fliegt vielleicht auch mal ein Storch vorbei. Wer aber Störche in Überfluss sehen will, der fährt nach Marchegg, dort ist eine langjährige Storchenkolonie zu sehen. Am schönsten ist es Anfang Juli, wenn die Jungstörche ihre ersten Flugübungen absolvieren.

Und direkt am Neusiedlersee kann man sich im Frühjahr auch an einfachen Motiven wie einer vorbei ziehenden Graugansfamilie Bild Nr 16 erfreuen. Wenn man ein bisschen Zeit investiert und sich länger am Schilfgürtel aufhält, gibt es unzählige Motive, sprich Vogelarten zu fotografieren.
Das Bild Nr 17 z.Bsp. zeigt vorbeifliegende Löffler, in Photoshop auf schwarzweiß getrimmt. Mit dieser Aufnahme habe ich auch beim Tower Circuit 2016 die PSA (Photographic Society of America) Goldmedaille in Naturfotografie gewonnen.
und zum Schluß
zeige ich euch noch ein paar Bilder vom Wasserpark im 21.Bezirk in Wien.

COMPOSING

Composing: Bezeichnung für eine Bildbearbeitungstechnik. bei der ein oder mehrere Bilder mit einem Basisbild kombiniert werden.

Composings sind all gegenwärtig, in Zeitungen, auf Plakatwänden, in der Werbung, etc. Trotzdem, für die meisten Fotografen erschließt sich der Sinn eines Composings nicht. Da muss man sich mal die Meinungen der "gestandenen" Fotografen in den Fotoklubs, zumindest in meinem anhören. Da kommen dann so Meldungen wie ".. das hat nichts mehr mit Fotografie zu tun " etc etc...Ja, stimmt. Aber nur zum Teil, denn ich sehe Composings als eigene Kunstform der Fotografie, als "Digital Art". Und wenn man sich die Ergebnisse der letzten Wettbewerbe wie VÖAV Staatsmeisterschaften etc. genauer ansieht wird man bemerken, dass Composings, zumindest die guten, sehr oft an den vorderen Plätzen angesiedelt sind.

Meiner Meinung nach machen Composings Sinn, erstens weil es Spaß macht diese Photoshop-Spielerei, zweitens wenn man sich mit dem Thema beschäftigt und beginnt Composings selbst zu erstellen man sehr viel lernt über Perspektiven, Farben und vor allem über oft verschlossene Photoshop Techniken und drittens, der wichtigste Grund überhaupt: Man kann seiner Fantasie freien Lauf lassen und Fotos realisieren, die man sonst nie machen könnte. Für freie Arbeiten und "just for fun" ist alles erlaubt, aber ganz, ganz wichtig und Voraussetzung für das Einreichen bei Wettbewerben ist, alle Bildteile müssen selbst fotografiert werden !

Ich selbst hab schon vor ein paar Jahren angefangen mich damit ausenínander zu setzen und ich kann sagen, von 10 Composings die ich mache bin ich froh, wenn eins oder zwei so gut sind, dass ich sie auch herzeigen kann. Die meisten landen, meist aus eigener Unfähigkeit im Mist.

Trotzdem ist es mir gelungen mit einem Composing die Goldmedaille fürs beste Bild und die VÖAV-Staatsmeisterschaft 2016 in künstlerischer Fotografie zu gewinnen. Die Idee dazu war simpel. Ein Hund, ein Mensch, ein Tisch und eine Knackwurst. Das ganze vor einem schwarzen Hintergrund aufgenommen, mehr nicht. In der Komposition kamen dann noch der Hintergrund, die Ziegelmauer mit dem Bild der Maus, ein Teller und eine Semmel dazu. Fertig .... Bingo Punktemaximum erreicht ... Staatsmeistertitel =)

Also, warum denn nicht Composings machen ?